Aura

"Meine letzte Migräne mit Aura war an meinem ersten Arbeitstag nach drei Wochen Urlaub.

Mein Mann und die Kinder hatten um 7.15 Uhr das Haus verlassen. Schon da bemerkte ich eine andere Helligkeit in meiner Umgebung. Im Bad vor dem Spiegel stehend sehe ich mich schon mit einer gewissen Unschärfe, aber nicht zu vergleichen mit einer Sehschwäche.

Je mehr ich mich anschaue, desto weniger kann ich meine rechte Körperhälfte erkennen.
Ich gucke einfach hindurch, ich nehme sie nicht mehr wahr. Kurz darauf tritt dann das Flimmern oder Blitzen im rechten Augenwinkel ein, es wird immer vom Auge beziehungsweise vom Sichtfeld fortgeführt, vorstellbar wie eine Treppe, die immer weiter nach oben führt. Nach circa 15 Minuten wird das Flackern weniger und der Kopfschmerz setzt ein."

 

 

Die Aura wurde nach der griechischen Göttin der Morgenröte Aurora benannt. Vor der Migräneattacke treten neurologische Störungen und Sehstörungen auf. Am häufigsten berichten die Patienten über zackenförmige Lichterscheinungen, die von der Mitte des Gesichtsfeldes nach außen wandern und für einige Minuten von einem kleinflächigen bis hin zu einem vollständigen Gesichtsfeldausfall gefolgt werden. Weiterhin können flimmernde Punkte, Schlieren oder Schleier auftreten. Die Aura kann aber auch als Kribbeln auftreten, das sich häufig von den Fingerspitzen hoch zur Schulter und weiter zum Gesicht ausbreitet. Außerdem können auch Lähmungserscheinungen oder Sprachstörungen auftreten.