Selbstbeschreibung einer Attacke
„Mitten in der Nacht ohne Vorwarnung ging es los. Ich wurde ohne Grund wach, aber nach kurzer Zeit fing mein rechtes Augenlid an zu schmerzen. Es fühlte sich an wie tausend Stecknadeln von außen nach innen und umgekehrt.
Der Schmerz zog weiter zur rechten Stirnhälfte, ein dumpfer Schmerz und ein ganz schrecklicher Druck. Es war kaum auszuhalten, der Schmerz zog weiter in den Kopf gleich oberhalb der Stirn. Ich fühlte mich total machtlos. Es war wie Folter, überall diese Wahnsinnsscherzen. Ich brauchte meine Ruhe, wollte nicht angesprochen, getröstet oder gefragt werden, wie es mir geht und ob man irgendetwas tun könnte. Ich wollte einfach meine Ruhe haben. Es passierte fast immer in der Nacht, das Aufstehen fiel mir so schwer.
Ich wurde zum Zahnarzt, Augenarzt, HNO-Arzt geschickt, ich war dreimal in der Röhre. Alles war bestens. Der Neurologe wollte mich zum Psychiater schicken.
Meine Schmerzattacken blieben aber. Ich wünsche meinem ärgsten Feind nicht diese Höllenqualen und endlosen Schmerzen...“